Folgend der Link zu einem Onlineartikel vom Spiegel zum Thema Kolonialisierung Suedamerikas und Auswirkungen/bzw. die Lage heute, ueber den wir grade zufaellig gestolpert sind. Recht populaerwissenschaftlich, aber thematisch doch interessant.
Die erwaehnte bolivianische Silberstadt Potosi haben wir waehrend unserer Reise bewusst ausgespart. Noch heute arbeiten in den Silberminen Menschen und sogar Kinder unter erbaermlichen Bedingungen, meist mit einer maximalen Arbeitszeit von 10 und einer Lebenserwartung von 45-50 Jahren. Die Minen sind fuer Touristen zugaenglich und von vielen gradezu schockiert-begeisterten Backpackern haben wir Berichte gehoert und Fotos gezeigt bekommen. Und obwohl die Eintrittsgelder angeblich zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen verwendet werden, kam uns diese Art von Tourismus zu sensationsluestern vor, vergleichbar mit einer "Favelatour" in Rio de Janeiro ("Favela"= Armuts- und Elensviertel in Brasilien).
Natuerlich ist der Grad zwischen sogenannten Sensationstourismus und sinnvoller Aufklaerungsarbeit recht schmal. In Lima beispielsweise unternahmen wir mit einem deutschen Sozialunternehmer eine "alternative Stadttour", wahrend der wir verschiedene seiner Umweltschutz- und Aufwertungsprojekte in Armutsvierteln gezeigt bekamen. Zudem besuchten wir eine Waldorfschule fuer behinderte Kinder, in der ein Biogemuesegarten, Pflanzenklaeranlagen und ein Natur-und Erlebnisspielplatz installiert wurden. Diese Art von informativem Tourismus bezueglich Sozial- und Umweltprobleme sagte uns sehr zu.
Falls wir in unseren letzten drei Tagen lieber am Strand rumhaengen und nicht mehr dazu kommen, weiteres ueber diese Erlebnisse zu berichten, freuen wir uns darauf, uns zurueck in Deutschland mit euch zu unterhalten... :-)
Hier der Link:
http://www.spiegel.de/spiegelgeschichte/0,1518,638682,00.html
Liebe Gruesse aus Rio de Janeiro!!!
Mittwoch, 29. Juli 2009
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