(Dieser Artikel ist eine Weiterfuehrung des unten stehenden Rueckblick)
Alle Menschen an der Bushaltestelle belustigten sich ueber unsere Versuche dem Verwalter verstaendlich zu machen, dass wir angekommen sind und er uns abholen kann. Mit einem Quad ging es ueber eine Huegelpiste zum Haus. Angekommen, erblickten wir ein wunderschoenes, mitten in Baeume und Straeucher eingebettetes, im suedfranzoesichem Stil gehaltenes Haus. Eine kleine Schneise durch die, in einander verschlungenen Baeume, Graeser, Straeucher und Blumen eroeffnete uns einen fantasitischen Blick auf die kleine, vor uns liegende Bucht. Zur rechten erstreckte sich ein kleiner Sandstrand, der von den bewaldeten Huegeln, die die Bucht begrenzen beendet wurde. Zur linken schweifte der Blick ueber das offene Meer auf dem sich in gelb-organge-rot die untergehende Sonne spiegelte. Waehrend die Grillen um uns herum zirpsten und wir das Rauschen der Meeresbrandung unter uns hoerten, bestaunten wir all abendlich das Lichtspektakel der untergehenden Sonne. Fuer mich war es das erste Mal, dass ich den impressionsichtischen Maler wahrhaftig Nachempfinden konnte, scheinbar sekuendlich aenderte sich das Licht, der doch relativ schnell verschwindenden Sonne. Nachdem das Sonnenlicht erloschen war, starteten die Fledermaeuse ueber unseren Koepfen ihre rasanten Fluege durch die Nacht und Gluewuermchen, die Leuchtsignale wie Autoblinker gaben, kreuzten vor unseren Augen. Ein Salamander, an der Scheibe klebend, verschmausste eine Heuschrecke.
Lediglich die stetig stechenden Muecken waren unser einziges Sorgniss, so unterbrach, das Klattschen, auf unsere Beine und Arme die abendliche Ruhe. Ruhe im, fast kindlichen Erleben des selbigen und der Natur ist wohl der zentrale Gemuetszustand waerend dieser Tage. Es war wie eine Entfalltung der Sinne fuer das, was uns umgibt. Wobei wir feststellten, dass diese Ruhe, einhergehend mit absoluter Aufgabenlosigkeit auch nichts ist was nicht Anstrengungslos fuer uns war. Wir merkten immer wieder einen gewissen Tatendrag, dass Verlangen nach Dingen, die wir konkret tun koennen. So war das Strandhaus vielen Dingen total Unterschiedlich zu Rio de Janeiro, ploetzlich waren nur wir und die Natur im Raum und kein manigfaliges Leben einer Grossstadt um uns herum.
Dienstag, 2. Juni 2009
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